Suche nach der Bordroutine
Nach der ersten Nacht mit Seewachen begrüßt uns ein freundlicher Tag. Leider bleibt der Seegang hartnäckig anstrengend. Wir haben uns noch nicht daran gewöhnt, dass man bei jedem Schritt von einer plötzlichen Lageänderung des Schiffes überrascht werden kann. Bei einer gewöhnlichen Atlantikdünung kann man eine gewisse harmonische Periodizität der Schiffsbewegung erwarten; bei der immer noch vorherrschenden Kreuzsee kommt es immer wieder zu plötzlichen Bewegungen und wehe man hält sich nicht fest.
Oder man hält die Kaffeemaschine nicht fest. Kurz bevor ich die Kaffeemaschine anstellen wollte, springt sie von der Kombüsentheke und löst sich auf zu einem Haufen von Kunststoffscherben. Glücklicherweise hält die Thermoskanne dem Sturz stand, so dass nicht auch noch Glasscherben im Schiff herumfliegen.
So leiden wir auf hohem Niveau und trinken Instantkaffee und nur die arme Diane kämpft immer noch tapfer mit der Seekrankheit.
Die Fahrt an sich verläuft gut und wir legen planmässig unsere Seemeilen zurück. Unser Etmal beträgt 143sm (in 24 Stunden zurückgelegte Strecke) und sind damit auf der guten Seite unserer Reiseplanung.