San Sebastian
Der dringende Bedarf an frischen Lebensmitteln, die beständige Dünung in unserer Ankerbucht und ein bestätigter Liegeplatz in der Marina haben uns gegen 14:00 Uhr den Anker heben lassen. Sehr gemächlich haben wir die Ankerbucht und seine eigentümlichen Bewohner hinter uns gelassen. Die kaum 5 Seemeilen bis zur Marina in San Sebastian erledigen wir stressfrei in einer guten Stunde. Bei der Einfahrt in den Hafen kommt uns eine von den riesigen Hochgeschwindigkeitsfähren zuvor und wir warten ein paar Minuten bis das Ungetüm der Meere seinen Platz findet. Dann schlüpfen wir in die Marina, bevor die Fähre wieder ablegt.
In der Marina werden wir von einem Marinero-Pärchen empfangen, das Anlegemanöver ist einfach und bald liegt John B. auf einem fast perfekten Liegeplatz. Die Marina ist recht ruhig, was Windeinfall, Straßenlärm und Lärm an den Stegen angeht. Auf der anderen Seite ist das Stadtzentrum des pitoresken Städtchens fußläufig erreichbar, so dass wir uns einen kleinen Entdeckungsspaziergang erlauben, der mit einem Eis am Stadtstrand seinen Höhepunkt findet. Hier finden wir Hinweise auf einen anderen Seemann, der wie wir hier Halt gemacht hat. Christoph Columbus ist hier vor seinem Schlag in die Karibik in San Sebastian an Land gegangen. Könnte man ja auch so machen, oder?
In San Sebastian wollen wir den kanarischen Karneval erleben. Auf Teneriffa findet der zweitgrößte Straßenkarneval der Welt (nach Rio de Janeiro) statt. Wir haben das mehr als Bedrohung als Verheißung verstanden und können uns einen Straßenkarneval in San Sebastian persönlicher und gemütlicher vorstellen. Wie es nun wirklich wird, werden wir von Umzug, Wahl der Karnevalskönigin und Beerdigung der Sardine berichten.
An den "freien" Tagen wollen wir die wunderschöne Insel auf Schusters Rappen entdecken und freuen uns unter anderem auf die Überreste der alten Kultur von der der Name La Gomera stammt.